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Leserbrief KR René Baggenstos - Struktur erhalten statt vorwärtsschauen?


Zur Abstimmung über die Kantonsschule Ausserschwyz

Einige Märchler Gemeindepräsidenten engagieren sich gewaltig im Abstimmungskampf gegen die vom Kantonsrat deutlich genehmigte Investition in die Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon. Die Anlage sei zu gross, zu teuer, zu wenig gut erschlossen, schlecht geplant, energetisch falsch konzipiert und so weiter. Im Kern geht es aber nicht um den Neubau in Pfäffikon sondern um die Erhaltung ihrer Nuoler Kantonsschule. Es werden alle Register gezogen, um den Standort Nuolen noch irgendwie zu retten. Dafür habe ich im Grundsatz Verständnis, nur sollen sie dann bitte so ehrlich sein und das Kind beim Namen nennen. Das Projekt in Pfäffikon ist effektiv gut geplant, kosteneffizient und macht Sinn; die Märchler Politiker möchten einfach nicht, dass Nuolen eine andere Nutzung bekommen soll. So einfach ist das. «Weil der Bezirk March wirtschaftlich geschwächt würde ohne Schule in Nuolen» wird postuliert. Mit allem gegebenen Respekt gegenüber den Ehrenträgern aus der March. Die March wird wirtschaftlich NICHT geschwächt, weil 150 Jugendliche nach Pfäffikon anstelle Nuolen reisen – zumal für viele von denen Pfäffikon eh besser erreichbar ist. Ich bin fast sicher, die Zusammenlegung der beiden Schulen wäre kein Politikum, läge auch Pfäffikon im Bezirk March. Oder würden sich die Gemeindepräsidenten ebenso stark gegen einen Zusammenschluss einsetzen, wenn Pfäffikon geschlossen würde und Nuolen ausgebaut? Wohl kaum.

Es ist viel Zeit, Energie und Geld in die Planung der neuen Schule geflossen. Jetzt in letzter Sekunde noch einen Dreher zu machen ist unverantwortlich gegenüber dem Steuerzahler. Ein Nein bedeutet, dass dann zwei alte Schulhäuser teuer saniert werden müssten und weiter wahrscheinlich in ein paar Jahren wieder über die Schliessung der kleinen, abgelegenen Nuoler-Schule diskutiert werden muss.

Lasst uns endlich das Mittelschulproblem im äusseren Kantonsteil lösen und legen Sie wie ich ein JA in die Urne.

René Baggenstos, Kantonsrat FDP, Ingenbohl-Brunnen

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